Theodor von Reding

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Biographien

(1811) Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.

(1812) Nekrolog denkwürdiger Schweizer aus dem achtzehnten Jahrhundert, nach alphabetischer Ordnung bearbeitet für Freunde vaterländischer Kultur und Geschichte von Markus Lutz, Aarau 1812 bei Heinrich Remigius Sauerländer.


Reding.

Reding, General in spanischen Diensten, ein Verwandter des Vorigen, zeichnete sich bey verschiedenen Gelegenheiten aus, hatte Theil an der Gefangennehmung des französischen Generals Düpont, soll aber in den ersten Monaten des Jahres 1809 an den Wunden, die er in der Provinz Katalonien bey einem heftigen Gefecht erhielt, gestorben seyn.


Theodor Reding.

Reding, Theodor, Herzog und Grand von Spanien, General und Inhaber eines Schweizer-Regiments, geboren 1755. Sein Vater, Theodor Anton, war Oberst-Lieutenant in spanischen Diensten bei dem Regiment Ehrler, und hatte vier Söhne, von welchen Theodor der älteste war. Ersterwähnter Gardehauptmann war der zweitjüngste, und vorgedachter Aloys der jüngste.

Theodor, gleich seinen Brüdern, ein unternehmender geistvoller und militärisch gebildeter Mann, trat in einem Alter von 16 Jahren als Lieutenant zu dem spanischen Schweizer-Regiment jung Reding, und machte die Feldzüge der spanischen Armee in den neuern Zeiten alle mit. Bei verschiedenen Gelegenheiten wirkte seine Klugheit, seine Kaltblütigkeit und seine Kühnheit nicht wenig zu glücklichem Erfolge. Diese Auszeichnungen seiner Talente erhoben ihn nach und nach zum Hauptmann, Major und Oberst-Lieutenant. Im J. 1788 ward er Oberst und Inhaber des Regiments, und wenige Jahre hernach zum Marechal de Kamp erklärt.

Bei der letzten Katastrophe hielte er sich immer an den entthronten König Ferdinand VII. und dessen Anhang, und hier war es, wo sein Name aller Welt in glänzendem Lichte erschien. Als General der spanischen Truppen zog er gegen die Französischen zu Felde; kühn trotzte er in manchem heißen Kampfe, dem ihm oft an Zahl weit überlegenen Feinde; und entschied durch eben so kühne als glückliche Bewegungen manchen Vortheil.

Die oberste Junta überhäufte ihn daher mit Lobeserhebungen, erklärte ihn im J. 1809 zum Herzog und Grand von Spanien, und seinen ihm an Tapferkeit gleichen Bruder Nazar, zum Brigadier.

Dieser Held, geschätzt wegen seines Muthes und seiner Klugheit und allgemein geliebt um seiner Menschenfreundlichkeit willen, starb an einer 13tägigen Krankheit in Tarragona, am 13. April des gleichen Jahrs.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Nekrolog denkwürdiger Schweizer aus dem achtzehnten Jahrhundert, nach alphabetischer Ordnung bearbeitet für Freunde vaterländischer Kultur und Geschichte von Markus Lutz, Aarau 1812 bei Heinrich Remigius Sauerländer.