Pierre Watier

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Pierre Comte Wattier Saint Alphonse, General-Lieutenant, geb. zu Laon, im Departement der l'Aisne, den 4. Sept. 1770.

Zu den Wissenschaften bestimmt, ergriff Wattier, auf den Aufruf seines Vaterlandes, ebenfalls die Waffen, zeichnete sich bei mehreren Gelegenheiten aus und begleitete 1805 den General Lasalle als Flügeladjutant und Oberster in den Feldzug gegen Oestreich. Beim Uebergang über den Lech trieb er mit 200 Dragonern ein feindliches Corps, welches die Brücke vertheidigte, in die Flucht, kämpfte eben so heldenmüthig bei Dierenstein, fiel aber dabei den Feinden in die Hände. Sein Betragen hatte die Augen des Kaisers auf ihn gezogen, der ihn darauf zum Stallmeister ernannte. Neue Proben von Muth beförderten ihn darauf zum Brigade-General. Bei Schleitz (9. October 1806) leitete er einen Angriff der Cavallerie, der zu den schönsten Waffenthaten des preußischen Feldzugs gerechnet wurde. Am 14. Mai 1807 verlieh ihm der Kaiser das Comthurkreuz der Ehrenlegion. Im Jahr 1808 zeichnete er sich bei Burgos, Fuentes-Onoro, Lerin, Alcanitz u. s. w. aus, wurde (6. Aug. 1811) Divisions-General, machte dann den Feldzug in Rußland, Sachsen und Frankreich mit, erhielt von Ludwig XVIII. (19. Juli 1814) das Ludwigskreuz, befehligte in der Schlacht bei Waterloo die fünfte Division Cavallerie und wurde dann bei des Königs zweiter Rückkehr auf halben Sold gesetzt. In den letzten Jahren bekleidet er das Amt eines General-Inspecteurs der königlichen Gensd'armerie.


Quellen und Literatur.

  • Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.