Weser

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Weser, einer der größten Flüsse Deutschlands.

Sie entspringt im hildburghausischen Amte Eisfeld, im heldriether Wald, heißt anfangs die Werra, und hat in einigen Gegenden angenehme Ufer mit schönen Wiesen. Bei Wanfried im Hessischen wird sie schiffbar, vereinigt sich bei hannövrisch Minden mit der Fulda, und erhält nun den Namen die Weser. Sie geht alsdann durch Niedersachsen, und nachdem sie in ihrem Laufe noch verschiedne andre Flüsse aufgenommen, ergießt sie sich unterhalb Bremen in die Nordsee.

Von Minden an wird die Schifffahrt auf großen, flachen Fahrzeugen betrieben, und ist sehr bedeutend; nur sind die 21 Weserzölle für die Schifffahrt lästig. Der bedeutendste darunter ist der Zoll bei Elssteth im Herzogthum Oldenburg, am Einfluß der Hunte in die Weser. Dieser Zoll wurde 1623 dem Herzoge wegen der kostbaren Dämme, durch welche der beste Theil des Landes gegen Ueberschwemmungen geschützt werden muß, vom Kaiser und Reich bewilligt; die Stadt Bremen hat jedoch dieser Verfügung stets widersprochen. Durch den Reichsdeputationshauptschluß vom J. 1803 wurde der Zoll zwar aufgehoben, aber seit einigen Jahren ist er von dem Herzoge wieder gefodert worden, und Bremen hat deßwegen neuerlich bei dem Bundestage zu Frankfurt Vorstellungen gemacht. Man rechnet ehemals den jährlichen Ertrag dieses Zolls gegen 80 - 100,000 Thaler.

Man hat unlängst (1817) den Vorschlag gemacht, die Weser mit der Elbe zu vereinigen.


Quellen und Literatur.

  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.