William Cathcart, 1. Earl Cathcart

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Biographien.

(1811) Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811.

(1816) Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.



Dieser edle und wackere Officier stammt aus einer Familie, in welcher Kriegsruhm erblich ist.

Sein Großvater war Feldhauptmann der mit Admiral Vernon zum Angriff von Kartagena entsendeten Landmacht, starb aber vor der Einnahme unter den Wällen der Festung 1740.

Sein Vater war lebenslang Soldat in wirklichen Diensten. Er wurde in der denkwürdigen Schlacht von Fontenay in den Backen verwundet, und trug nachher ein Pflaster auf dieser Wunde. Der Herzog von Cumberland stand neben ihm, als ihn die Kugel traf, und sagte: Cathcart, man zeichnet Sie. In der Schlacht bei Culloden focht er wieder Sr. Hoheit zur Seite.

1776 kam Lord Cathcart zum Heere, errichtete ein Regiment, ging nach Amerika, wo er fast den ganzen Krieg mitmachte, und heiratete dort Lord Minto's Tochter. In England wurde er günstig wieder aufgenommen und stieg immer höher.


Lord Cathcart.

Cathcart (Lord), englischer General, zeichnete sich in dem Kriege der ersten Revolution gegen Frankreich aus und war 1794 in dem flandrischen Feldzuge unter dem Herzog von York angestellt. Nach dem Abgange dieses Prinzen überblieb ihm das Kommando der englischen Landtruppen, und er legte in dem Rückzuge, den er seine Armee in dem harten Winter von 1794 auf 95 nehmen ließ, die größten Talente an Tag, gieng durch die Provinzen Gueldern und Ober-Yssel, erreichte Emden und schiffte daselbst seine Truppen ein.

1805 war er Kommendant von Irrland, und wurde um diese Zeit für die Gesandtschaft in Petersburg bezeichnet. Als er auf dem Punkt war, dahin abzugehen, wurde er zum Kommandanten der englischen Truppen ernannt, die auf dem festen Lande agiren sollten. Da aber die Mißfälle, welche die kombinirten Armeen betroffen hatten, die englischen Truppen im Anfange des Jahres 1806 nöthigten, wieder anzuziehen, kehrte der Lord Cathcart im Februar nach London zurück.

Nach dem Tilsiter Frieden erhielt er das Kommando der Truppen, welche auf Seeland landeten und Koppenhagen einnahmen.


Lord Cathcart..

Cathcart (Lord), englischer General, zeichnete sich in dem Revolutionskriege gegen Frankreich aus, und war 1794 in dem flandrischen Feldzuge unter dem Herzog von York angestellt. Nach dem Abgange dieses Prinzen blieb ihm das Commando der englischen Landtruppen. Er legte auf dem Rückzuge, den er seine Armee in dem harten Winter von 1794 auf 95 nehmen ließ, große Talente an der Tag, ging durch die Provinzen Geldern und Oberyssel, erreichte Emden und schiffte daselbst seine Truppen ein.

1805 war er Commandant von Irland, und um dieselbe Zeit für die Gesandtschaft in Petersburg bezeichnet. Als er im Begriff war, dahin abzugehen, erhielt er den Oberbefehl der englischen Truppen, die auf dem festen Lande agiren sollten. Da aber die Unfälle, welche die combinirten Armeen betroffen hatten, die englischen Truppen im Anfange des Jahrs 1806 zum Abzug nöthigten, kehrte Lord Cathcart im Februar nach London zurück.

Nach dem tilsiter Frieden erhielt er das Commando der Truppen, welche auf Seeland landeten und Copenhagen einnahmen, und als im J. 1812 England und Rußland ihre diplomatischen Verhältnisse wieder anknüpften, ward er englischer Gesandter in Petersburg, und folgte 1813 dem Kaiser Alexander nach Deutschland und 1814 nach Frankreich.


Quellen und Literatur.

  • Arthur, Herzog von Wellington. Sein Leben als Feldherr und Staatsmann. Nach englischen Quellen, vorzüglich nach Elliot und Clarke, bearbeitet und bis zum Sept. 1816 fortgesetzt. Leipzig und Altenburg: F. A. Brockhaus. 1817.
  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.
  • Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.