William Windham

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Windham, geboren in der Grafschaft Norfolk, studirte auf der Universität von Oxford und reiste auf dem festen Lande.

Während des Amerikanischen Kriegs legte er, so jung er noch war, die lebhaftesten Erbitterung gegen die Regierung, die diesen Krieg wollte, an Tag, und ward Volksredner und entschiedener Wigh.

1785 trat er ins Parlament, saß an Fox Seite in der Oppositionsparthey, und zeigte sich als großer Gegner von Pitt.

Die französische Revolution änderte aber seine ganze Handlungsweise; er verließ mit Burke die Opposition und ward eben so lauter Gegner derselben, als er vorher für sie gesprochen hatte.

Im July 1794 trat er als geheimer Staatsrath ins Ministerium und erhielt das Kriegsdepartement. Man schrieb ihm 1795 die traurige Unternehmung von Quiberon zu, weil er das Kommando dieser Expedition, zum Nachtheil des tapfern und unglücklichen Sombreuil, den kenntnißlosen Puisaye übertragen hatte.

Im Juny 1797 erklärte er sich in dem Rathe, welcher zu London wegen der zu Lille anzuknüpfenden Verhandlungen mit Frankreich gehalten wurde, gegen den Frieden, und war von allen Ministern der, welcher im Parlament am offenherzigsten die Rückkehr des Königthums in Frankreich und die Ausrottung jeder andern Regierungsform zu wünschen schien.

Hauptsächlich seit 1799 verfolgte er dieses System mit der größten Hartnäckigkeit.

Nachdem er 1801 in das Haus der Pairs getreten war, schien ihn die Annäherung von Friedensausgleichungen in seiner Opposition nur noch zu bestärken; er hörte nicht auf, über die ehrfürchtigen Plane der französischen Regierung zu sprechen, erhob sich gegen die Friedenspräliminarien und stellte das, was jetzt für den Augenblick allgemeine Freude erweckte, als Ursache künftiger Trauer vor. Der Abschluß des Friedens änderte seine Ideen nicht; er sprach fortwährend mit der ganzen Heftigkeit seines Charakters für den Krieg und machte an der Spitze der Parthey Greenville den Anführer der neuen Opposition.

Nach Pitts Tode trat er im Februar 1806 als Chef des Kriegsdepartement ins Ministerium.

Endlich starb er am 4. Juny 1810 im 61ten Jahre, nach einer schmerzhaften Operation.


Quellen und Literatur.

  • Moderne Biographien, oder kurze Nachrichten von dem Leben und den Thaten der berühmtesten Menschen, von Karl Reichard. Leipzig, 1811. In Commission bey Peter Hammer.