Wissembourg

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Weissenburg, Cronweissenburg, Stadt in Niederelsaß, an der Lauter, bey 5 Stunden vom Rhein, evangelischer und katholischer Religion. Jezt der Hauptort eines Bezirks im Departement des Niederrheins. Ihre gefürstete Probstey war dem Hochstifte Speyer in Deutschland einverleibt. Bey der Zählung im J. 1801 fand man 4097 Einwohn. in der Stadt. Man besieht vornehmlich die 2 protestantischen Pfarrkirchen, davon aber eine mit den Katholiken gemeinschaftlich ist, ferner das Benedictinerkloster, das deutsche Haus, den Johanniterhof, die seit 1746 neuangelegten Festungswerke, und die bis nach Lauterberg sich erstreckende Linie. Der Boden umher hat schönen Weinwachs, und sonderlich viel Kastanien. Ehemals war Weissenburg eine freye Reichsstadt.

Der Name Cronweissenburg kommt von der silbervergoldeten Crone her, welche der Fränkische König Dagobert der Stiftskirche soll geschenkt haben. Sonst heißt die Weissenburg im Wasgau, oder am Rheine, welche lezte Benennung kanzleymässig und auch auf Münzen gebraucht worden ist.

Die Stadt und noch mehr das Stift hatten ansehnliche Besitzungen im Niederlelsaß.

Zu dem Bezirk von Weissenburg gehören die Cantons: Weissenburg, Bergzabern, Candel, Dahn, Landau, Lauterburg, Niederbrunn, Seltz, Sültz, und Wörth.


Quellen und Literatur.

  • Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor der Geschichte zu Landshut. Landshut, bei Philipp Krüll, Universitätsbuchhändler. 1811.